Strabag wächst mit Rekordumsatz und spektakulärer Brückenverschiebung im Jahr 2025
Sergio KarzStrabag wächst mit Rekordumsatz und spektakulärer Brückenverschiebung im Jahr 2025
Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2025. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro erhöhte – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zu 2024. Zudem gelang dem Konzern in Deutschland ein technisches Meisterstück: Ein 485,5 Meter langer Brückenabschnitt wurde in einer einzigen Aktion verschoben.
Im Juni verlegte Strabag ein 40.000 Tonnen schweres Teilstück der A45-Talbrücke in Rinsdorf um 20 Meter. Die Konstruktion, inklusive Pfeiler und Fundamente, maß insgesamt 485,5 Meter. Das Projekt unterstrich die technische Expertise des Unternehmens bei großangelegten Infrastrukturvorhaben.
Der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Kratochwill, der im Februar 2025 sein Amt antrat, betont die Bedeutung von Infrastruktur als "Lebensader moderner Volkswirtschaften". Jeder in solche Projekte investierte Euro entfalte demnach eine multiplikative Wirkung – durch Arbeitsplatzschaffung und Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. Strabag selbst investiert jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, um Innovationen voranzutreiben.
Mit einem Marktanteil von fünf Prozent in Österreich und zwei Prozent in Deutschland ist das Unternehmen in beiden Ländern führend. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft im ersten Halbjahr 2025 in Polen, Tschechien und Deutschland. Gleichzeitig verhandelt Strabag über die Übernahme von Vamed-KMB, einem Krankenhausmanagement-Unternehmen, das unter anderem den Betrieb des Wiener AKH und dessen Bauprojekte steuert.
Die österreichische Bundesregierung plant in diesem Jahr Infrastrukturinvestitionen in Höhe von rund 9,9 Milliarden Euro – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Ausgaben passen zu Strabags Fokus auf große öffentliche und private Auftraggeber.
Mit steigenden Umsätzen und einem wachsenden Auftragsbestand baut Strabag seine Position in zentralen europäischen Märkten weiter aus. Die jüngsten Projekte – von Brückenverschiebungen bis zu möglichen Übernahmen im Gesundheitssektor – spiegeln die breite Aufstellung des Konzerns wider. Angesichts zunehmender öffentlicher Infrastrukturausgaben wird Strabag auch künftig eine Schlüsselrolle bei großen Vorhaben spielen.






