19 April 2026, 14:24

VAR-Debatte im DFB-Pokal: Warum der Videobeweis früher kommen soll – und was dagegen spricht

Schiedsrichter spricht mit zwei Fußballspielern auf einem saftigen grünen Feld, ein Spieler hält einen Fußball.

VAR-Debatte im DFB-Pokal: Warum der Videobeweis früher kommen soll – und was dagegen spricht

Die Forderungen, den Videobeweis (VAR) im DFB-Pokal früher einzuführen, werden nach einer Reihe umstrittenen Entscheidungen immer lauter. Ein kürzlich übersehener Abseitsfehler im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München hat die Diskussion neu entfacht. Vereine und Funktionäre erörtern nun, ob die Technologie bereits ab der zweiten Runde zum Einsatz kommen könnte.

Der Streit begann, als Schiedsrichter Tobias Welz ein Abseits von Leroy Sané vor dessen Ausgleichstor für Bayern nicht erkannte. Der Fehler sorgte für scharfe Kritik – Kölns Trainer Dino Toppmöller argumentierte, ein klares Tor sei fälschlicherweise gegeben worden. Ähnliche Frustration hatte sich bereits in der Bundesliga gezeigt, wo Eintracht Frankfurt in einem 1:1 gegen Heidenheim ein Tor aberkannt worden war.

Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees hält es für möglich, den Videobeweis ab der zweiten Runde einzuführen – vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen seien erfüllt. Auch Bayern-Chef Max Eberl unterstützt den Vorschlag und setzt sich dafür ein, die Technologie zumindest ab diesem Stadium zu nutzen. Das größte Hindernis bleibt jedoch die Finanzierung.

Bundesliga und 2. Bundesliga geben derzeit pro Saison rund 11 Millionen Euro für den Videobeweis aus, zusätzlich kommt eine Million Euro für Personal hinzu. Auf 612 Spiele umgelegt, entstehen so Kosten von knapp 20.000 Euro pro Partie. Vereine außerhalb der beiden höchsten Ligen, die deutlich geringere Fernseheinnahmen erzielen, könnten diese Ausgaben kaum stemmen.

Eine frühere Einführung des VAR im DFB-Pokal würde zusätzliche Mittel erfordern, da Clubs aus den unteren Ligen über die nötige Infrastruktur nicht verfügen. Die Debatte dauert an, doch die finanziellen Hürden bleiben das größte Problem. Vorerst wird die Technologie wohl nicht vor den späteren Runden des Wettbewerbs zum Einsatz kommen.

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