VRR-Bericht offenbart anhaltende Bahn-Probleme für Solinger Pendler
Hans-Werner RöhrichtVRR-Bericht offenbart anhaltende Bahn-Probleme für Solinger Pendler
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat seinen aktuellen Qualitätsbericht zum Schienenverkehr in Solingen veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: Zwar gibt es leichte Fortschritte, doch weiterhin belasten anhaltende Probleme die Pendler. Der Bericht verweist auf Verspätungen, Zugausfälle und infrastrukturelle Mängel auf mehreren wichtigen Strecken.
Die Linie S7, die Solingen, Remscheid und Wuppertal verbindet, wies eine leichte Verbesserung bei der Pünktlichkeit auf. 2025 betrug die durchschnittliche Verspätung 1 Minute und 43 Sekunden – eine Reduzierung um 26 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch wurden fast 12 % aller geplanten S7-Fahrten ohne Vorwarnung gestrichen, was sie zu einer der unzuverlässigsten Linien im VRR-Netz macht. Auch bei Fahrgastinformation, Sauberkeit und Zugzustand schnitt die S7 schlecht ab: In rund 75 % der Fahrten waren die Toiletten nicht funktionsfähig.
Die RE7, die zwischen Köln, Solingen, Wuppertal und dem Ruhrgebiet verkehrt, hatte mit erheblichen Verspätungen zu kämpfen. Pendler mussten im Schnitt 7 Minuten und 52 Sekunden längere Fahrzeiten in Kauf nehmen – verursacht durch dichten Fernverkehr, überlastete Knotenpunkte und infrastrukturelle Defizite. Die RB48, die Solingen bedient, lag mit einer durchschnittlichen Verspätung von 3 Minuten und 9 Sekunden im Mittelfeld.
Demgegenüber blieb die S1 eine der zuverlässigsten Linien im VRR-Netz. Trotz dieser Unterschiede fordert die Grüne Partei in Solingen dringend Modernisierungsmaßnahmen. Sie setzt sich für die schnelle Einführung von Batterie-Elektro-Triebzügen (BEMU) auf der S7 ein, um die Zuverlässigkeit, den Komfort und die Servicequalität auf der Strecke Solingen–Remscheid–Wuppertal zu verbessern.
Der VRR-Bericht unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für Pendler in Solingen. Hohe Ausfallraten, qualitative Mängel auf der Müngstener Strecke und Verspätungen auf der RE7 bleiben zentrale Problemfelder. Forderungen nach Modernisierung – wie die geplante Einführung der BEMUs – zielen darauf ab, diese Missstände zu beheben und die Leistungsfähigkeit des Netzes zu steigern.






