29 April 2026, 20:19

Wuppertaler Architekturstudierende kämpfen um ihren bedrohten Studiengang

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Menge, die vor einem hohen Gebäude protestiert, mit Text und Farbskalen auf der rechten Seite.

Wuppertaler Architekturstudierende kämpfen um ihren bedrohten Studiengang

Studierende der Bergischen Universität Wuppertal haben gegen die Pläne protestiert, den Studiengang Architektur zu schließen. Die von der Initiative fundament.tal organisierte Demonstration fand am 28. Oktober 2025 entlang der Bundesallee statt. Die Teilnehmenden präsentierten ihre Entwürfe und Modelle als symbolische Geste, um zu verdeutlichen, was ihrer Meinung nach verloren gehen würde, falls das Programm eingestellt wird.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat Sparmaßnahmen vorgeschlagen, die den Architekturstudiengang vollständig abschaffen würden. Sollten die Pläne umgesetzt werden, entfielen Professuren und Lehrangebote – und damit die architektonische Ausbildung in der Region. Die Universität hat zugesichert, dass die rund 500 derzeit eingeschriebenen Studierenden ihr Studium in Wuppertal abschließen können.

Die studentische Gruppe fundament.tal wirft der Landesregierung vor, die Lehrqualität zu untergraben und die gesellschaftliche Bedeutung des Fachs zu verringern. Sprecherin Johanna Teichmann kritisierte, dass es seitens der Universitätsverwaltung keine offizielle Benachrichtigung gegeben habe. Studierende fragten zudem, warum gerade die Architektur überproportional betroffen sei.

Während der Demonstration trugen die Teilnehmenden ihre Arbeiten durch die Straßen und betonten, dass Architektur mehr als nur ein Studienfach sei. Lehrende wurden über die Aktion informiert und haben ihre Unterstützung für die Haltung der Studierenden signalisiert.

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Der Protest unterstreicht die wachsenden Sorgen um die Zukunft der architektonischen Ausbildung in Wuppertal. Während das Schicksal des Studiengangs noch ungewiss ist, wehren sich Studierende und Lehrende gegen die geplanten Kürzungen. Die Zusicherung der Universität an die aktuellen Studierenden bietet zwar etwas Entlastung, doch die langfristigen Folgen für das Fach bleiben unklar.

Quelle