20 April 2026, 12:20

Medienkonzerne kaufen Regionalzeitungen: Wie Deutschlands Presse schrumpft

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Medienkonzerne kaufen Regionalzeitungen: Wie Deutschlands Presse schrumpft

Deutschlands Medienlandschaft im Umbruch: Große Verlage erweitern ihren Einfluss

Ende Februar hat der DuMont-Verlag die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag übernommen. Nur wenige Tage später gab die Rheinische Post bekannt, mehrere westfälische Zeitungen samt ihrer Online-Plattformen kaufen zu wollen. Die Veränderungen begannen am 29. Februar, als DuMont den Kauf der Kölnische Rundschau abschloss – ein weiterer Schritt in der Konzentration regionaler Medien unter großen Verlagshäusern.

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Kurz darauf, am 4. März, kündigte die Rheinische Post eigene Übernahmepläne an. Das Unternehmen strebt die Übernahme mehrerer westfälischer Titel an, einschließlich ihrer digitalen Angebote. Nach Abschluss der Transaktion würde die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.

Die Prüfung solcher Fusionen obliegt dem Bundeskartellamt. Allerdings beschränkt sich dessen Bewertung streng auf Wettbewerbsaspekte im Leser- und Werbemarkt. Rechtlich darf es nicht berücksichtigen, wie sich der Deal auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit auswirken könnte.

Branchenexperten weisen darauf hin, dass diese Übernahmen einem übergeordneten Trend folgen: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von großen Medienkonzernen übernommen, was die deutsche Presselandschaft grundlegend verändert. Die aktuellen Käufte werden die Zeitungskonzentration in der Region weiter vorantreiben. Sobald die Geschäfte abgeschlossen sind, wird die Rheinische Post den Tageszeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Gleichzeitig bleibt die regulatorische Aufsicht auf wirtschaftliche Faktoren beschränkt – redaktionelle Auswirkungen bleiben außen vor.

Quelle