Pheline Roggan steht hinter Collien Fernandes: Mut gegen sexualisierte Gewalt
Sergio KarzErste 'Arschgeigen.' Star bricht Schweigen - Pheline Roggan steht hinter Collien Fernandes: Mut gegen sexualisierte Gewalt
Die Schauspielerin Pheline Roggan hat sich öffentlich hinter Collien Fernandes gestellt, nachdem diese Vorwürfe gegen Christian Ulmen erhoben hatte. Roggan lobte Fernandes für ihren Mut, Missbrauch anzuprangern, und zog in ihren Worten Parallelen zum prägenden Vermächtnis von Gisèle Pelicot – einer Überlebenden, die zum Symbol des Widerstands gegen sexualisierte Gewalt wurde.
Roggan, die vor allem durch ihre Rolle in Jerks. bekannt wurde, zeigte tiefes Mitgefühl für Fernandes. Sie betonte, wie viel Kraft es erfordert, solche Erfahrungen zu teilen – nicht nur im Kampf um persönliche Gerechtigkeit, sondern für alle Frauen, die ähnliche Kämpfe führen. Ihre Aussage spiegelte die Wirkung von Gisèle Pelicot wider, deren eigener Kampf gegen Missbrauch die öffentliche Wahrnehmung nachhaltig veränderte.
2017 kamen Beweise ans Licht, die mehr als 200 Vergewaltigungen dokumentierten, begangen von Pelicots Ehemann Dominique Pelicot und seinen Komplizen in Mazan, Frankreich. Zunächst als anonymes Opfer wahrgenommen, wurde Pelicot später zu einer führenden Stimme der Überlebenden. Zwischen 2024 und 2025 festigte ihr Zeugnis während des viel beachteten Prozesses in Avignon – bei dem sie sich für die öffentliche Freigabe der Aufzeichnungen einsetzte – ihren Status als feministische Ikone. Wandgemälde, Bücher und eine breite Medienberichterstattung verwandelten ihr Bild von dem einer Opferfigur zu einer Symbolfigur für Stärke und Gerechtigkeit.
Roggans Äußerungen greifen diesen Wandel auf und lenken die Scham von den Opfern auf die Täter um. Ihre Unterstützung für Fernandes steht im Einklang mit Pelicots anhaltender Botschaft: Überlebende verdienen Solidarität, nicht Schweigen.
Fernandes' Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, hat eine erneute Debatte über Missbrauch und Verantwortung ausgelöst. Roggans Rückendeckung stärkt die wachsende Bewegung, die Opferbeschuldigung infrage stellt und den Stimmen der Betroffenen Gehör verschafft. Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun Gerechtigkeit – nicht nur für Einzelne, sondern für alle, die von Gewalt betroffen sind.






