Igor Levit kämpft mit Musik gegen wachsenden Antisemitismus in Europa
Igor Levit kämpft mit Musik gegen wachsenden Antisemitismus in Europa
Der Pianist Igor Levit ist seit langem eine prägende Figur der klassischen Musik, bekannt für seine künstlerische Brillanz wie für sein politisches Engagement. In den vergangenen Wochen hat er seine Stimme angesichts des wachsenden Antisemitismus in Europa noch lauter erhoben – besonders seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober. Seine bevorstehende Konzertreihe in Wien widmet sich dem Thema Widerstandsfähigkeit, während sein Auftritt bei der Eröffnung der Münchner Reichenbach-Synagoge sowohl Hoffnung als auch Trauer zum Ausdruck brachte.
Unterdessen erhielt das Konzert der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Dirigent Lahav Shani in Berlin eine besondere Bedeutung, nachdem ein Auftritt in Belgien abgesagt worden war. Die Aufführung von Wagners Musik wurde als bewusste Gegenposition zu Vorurteilen und Ausgrenzung inszeniert.
Seit den Anschlägen vom 7. Oktober hat Levits jüdische Identität für ihn eine tiefere Dimension angenommen. Er sieht seine Herkunft heute als zentralen Bestandteil seines Schaffens – auf und abseits der Bühne. Bei der Eröffnung der Reichenbach-Synagoge in München erlebte er, wie Bundeskanzler Friedrich Merz eine bewegende Rede hielt, die das Publikum zu Tränen rührte. Levit bezeichnete Merz' Worte später als aufrichtig und zeitgemäß und lobte, dass er den Antisemitismus mit klarer Haltung thematisierte.
Die Veranstaltung selbst hinterließ bei Levit zwiespältige Gefühle. Einerseits empfand er Dankbarkeit für die Wiedereröffnung der Synagoge, andererseits tiefe Trauer angesichts der zunehmenden antisemitischen Vorfälle in ganz Europa. Sein Engagement wurde bereits mehrfach gewürdigt, unter anderem mit Auszeichnungen des Internationalen Auschwitz-Komitees und dem Bundesverdienstkreuz im Jahr 2020.
Seine kommende Konzertreihe im Wiener Musikverein vom 17. bis 22. Oktober steht unter dem Zeichen von Schostakowitschs Musik als Hommage an Leben und Durchhaltevermögen. Den Auftakt bildet Ravels Vertonung des Kaddisch, des jüdischen Trauergebets. Levit hat sich deutlich zur Absage von Lahav Shanis Konzert in Belgien geäußert und dies als "vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Pöbel" bezeichnet – eine Form des Antisemitismus. Diese Einschätzung teilt auch Operndirektor Růžička.
In Berlin traten die Münchner Philharmoniker unter Shanis Leitung an die Stelle des abgesagten belgischen Konzerts. Die Wahl von Wagners Musik, die oft mit antisemitischen Kontroversen in Verbindung gebracht wird, wurde als gezielte Gegenposition präsentiert. Weitere Schritte des Orchesters wurden bisher nicht bekannt gegeben.
Levits Konzerte und öffentlichen Stellungnahmen setzen sich weiterhin mit Musik und politischem Einsatz gegen Antisemitismus ein. Das Berliner Gastspiel der Münchner Philharmoniker unterstrich diese Haltung, auch wenn konkrete weitere Maßnahmen ausstehen. Angesichts des wachsenden Hasses in Europa bleibt sein Wirken – künstlerisch wie aktivistisch – eine sichtbare Antwort auf Ausgrenzung und Feindseligkeit.
Ottfried Fischer zeigt Lebensmut trotz Parkinson-Krankheit bei seltener Öffentlichkeit
Ein seltener Auftritt, der Mut macht: Ottfried Fischer beweist, wie Liebe und Gemeinschaft den Alltag mit Parkinson verändern. Seine Frau ist sein größter Rückhalt.
NRW setzt auf engere Sicherheitskooperation mit Frauen in Führungsrollen
Schnellere Reaktionen, bessere Absprachen: Wie NRW mit vereinten Kräften die Sicherheit erhöht. Frauen übernehmen dabei zentrale Verantwortung.
Glasflasche auf radelndes Mädchen geworfen: Polizei fahndet nach Täter in Bielefeld
Ein harmloser Radausflug endet fast in einer Katastrophe. Wer steckt hinter dem brutalen Angriff auf ein Kind in Bielefeld – und warum?
Schüler entdecken spannende Gesundheitsberufe bei den Alexianern in Krefeld
Mit Übungspuppen und Live-Ultraschall testen Jugendliche ihre Fähigkeiten. Warum diese Erfahrung ihre Berufswahl prägen könnte.
Viersen belohnt kreative Ideen für Demokratie und Vielfalt mit Preisgeldern bis 250 Euro
Wer engagiert sich für ein buntes Miteinander? Viersen sucht bis Ende April die besten Ideen – und belohnt sie mit bis zu 250 Euro. Die Sieger werden beim Aktionstag gefeiert.
Heidi Klum revolutioniert GNTM 2026 mit männlichen Models und Promi-Gästen
Männliche Kandidaten, Leni Klum als Gast und Dreharbeiten zwischen München und Berlin: GNTM bricht 2026 alle Regeln. Wer wird das nächste Topmodel?
Dortmunds futuristisches Schulzentrum feiert Richtfest mit nachhaltigem Vorbildcharakter
Ein Leuchtturmprojekt entsteht: Mit 27 % besserer Energiebilanz und grüner Technologie wird dieser Campus zum Modell für ganz Deutschland. Doch was macht ihn so besonders?
Berlin feiert seine Ehrenamtlichen mit einer bunten Aktionswoche im September 2025
Eine Woche voller Leben, Gemeinschaft und neuer Ideen: Hier trifft man Nachbar:innen, lernt Projekte kennen – und entdeckt, wie einfach Engagement in Berlin sein kann. Wer noch zögert, findet hier den perfekten Einstieg.
Igor Levit kämpft mit Musik gegen wachsenden Antisemitismus in Europa
Seine jüdische Identität prägt sein Schaffen neu. Wie Igor Levit in München und Wien mit Schostakowitsch und Ravel gegen Hass ankämpft. Ein Konzert als Statement – zwischen Politik und Kunst.
Wie Lilo aus der Knickerbocker-Bande Generationen von Mädchen prägt – ein Gespräch mit Thomas Brezina
Verlage zweifelten an ihr, doch Lilo wurde zur Ikone. Thomas Brezina verrät im Gespräch mit Monika Gruber, wie seine mutige Heldin die Kinderliteratur revolutionierte – und warum Optimismus heute wichtiger ist denn je.
Neuer GZSZ-Star tanzt 2026 bei Let's Dance um den Sieg
Von Susan Sideropoulos' Triumph bis zu Valentina Pahdes drittem Platz: Die GZSZ-Legende bei Let's Dance geht weiter. 2026 wagt sich Jan Kittmann auf die Tanzfläche – mit Ambitionen auf den Titel. Die Show bleibt ein Magnet für Soap-Stars – und ihre Fans.
Parksounds 2026: Velberts Sommer-Highlights für jeden Stadtbezirk
Velbert feiert 2026 mit Festivals, Street Food und Live-Musik – von Frühling bis Winter. Jeder Bezirk bekommt sein eigenes Event-Highlight.